Türchen No. 2: Bewundernde Blicke…
2. Dezember 2009 von Stephanie Ristig-Bresser | 9 Kommentare
Die Psycho-Physiognomin Ilona Weirich und der „Salon für gegenseitige Bewunderung”
„Man muss gucken”, mit diesen Worten beendet die Psycho-Physiognomin Ilona Weirich die meisten ihrer Vorträge oder Mails. Weil sie ganz genau hinguckt und erkennt. Psycho-Physiognomik - als ich zum ersten Mal davon hörte, spürte ich Unbehagen in meinem Bauch. Schädelmessungen, Rassenlehre, Antisemitismus - diese Assoziationen gingen mir sofort durch den Kopf. Physiognomik, Wesenszüge eines Menschen aus dem Gesicht ablesen - Scharlatanerie, gar eine Methode, bestimmte Menschen aufgrund ihrer Gesichtszüge abzukanzeln?
Fakt ist, dass die Physiognomik während der Zeit des dritten Reiches verpönt war. Eine wissenschaftlich fundierte Methode ist die Physiognomik damit aber noch lange nicht. Bisher hat noch keine Studie nachgewiesen, dass sich mit Physiognomik Rückschlüsse auf den Charakter eines Menschen schließen lassen. Was ist aber mit Redensarten wie „den richtigen Riecher haben”, der „Denkerstirn”, den „sentimentalen, blauen Augen”. Da muss wohl jeder für sich selbst gucken…
Ilona Weirich spricht in ihrer Arbeit weniger von „Charakteren”, die sie sieht, sondern eher von Potenzialen, Möglichkeiten, sich zu entwickeln. Und sie spricht von Wertschätzung. „Die Physiognomik ist ein Weg von vielen möglichen, die Landkarte eines Menschen zu erkunden, im Spiegel seiner Seele zu lesen. Und um das zu tun, wende ich viele weitere Methoden etwa des NLP oder des wingwave-Coaching an”, erklärt Ilona Weirich, die seit Jahren beispielsweise an der Paracelsus-Schule als Physiognomik-Dozentin tätig ist, und mit ihrer ganz eigenen Form der Potenzialanalyse schon zahlreiche Unternehmer gecoacht hat.
Das Medium: Der Salon für gegenseitige Bewunderung
Wertschätzung, Enthusiasmus und ganz viel Freude bringt Ilona Weirich in ein Projekt mit ein, das sie gemeinsam mit Fria Hagen, Fotokünstlerin und Mit-Inhaberin des Ateliers j3fm, ins Leben gerufen hat: den Salon für gegenseitige Bewunderung. Alle paar Monate treffen sich im schneeweißen Atelier von Fria Hagen Frauen aus unterschiedlichen Schaffensrichtungen - um sich auszutauschen, Mut zu machen und einander auf ihrem Weg zu begleiten. Mal tritt eine Chanson-Sängerin auf, dann zeigt eine Künstlerin ihre Bilder. Und immer ist viel Zeit für Gespräche und vor allem: gegenseitige Bewunderung.
Ilonas eigene Worte zum Salon: „Bei Komplimenten reagieren Frauen oft sehr komisch, vielleicht weil sie es nicht glauben, sich lieber klein machen…. und es gibt Frauen, die ich sehr schätze und toll finde, was sie machen, wie sie ihr Leben auf die Reihe bekommen, trotz widriger Umstände, und da haben wir so spaßeshalber gesagt, laß uns in den Verein für gegenseitige Bewunderung gehen…”
Außerdem ist Ilona Weirich erste Vorsitzende des BPW (Business Professional Women) Club in Hannover. Warum engagiert sie sich da?
Weil sich BPW für Frauen einsetzt und ich auch, ich ziehe gern Menschen mit, schimpfe gern und da bin ich da genau richtig. Wir organisieren den Equal-Pay-Day, der für Lohngerechtigkeit steht.
Und Weihnachten?
Mein bisher schönstes Weihnachtsfest habe ich auf den Seychellen, auf der Insel La Dique verbracht, mit Sega Musik und Hummer in Limone, einem Gottesdienst, bei dem ich die ganze Zeit vor Glück geweint habe. Die Menschen, die sich so hübsch angezogen haben, die alten Frauen mit Kerzen und einem Gesang, der unter die Haut ging. Die Füße im warmen Sand, der Duft von Vanille und Salzluft. Ein sehr spritueller Ort.
Das Wort
… ist Ilonas Lieblings-Gedicht von Rainer Maria Rilke und das findet sich hier…
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1. Ilona Weirich
Kommentar vom 2. Dezember 2009 um 10:07
Liebe Stephanie, Du beschreibst immer so wunderbar, dass ich ganz gerührt bin. Und denke - bin ich das etwa? über, den sie so schöne Worte findet.
DANKE und liebe Grüße
2. Susanne Stelter-Walter
Kommentar vom 2. Dezember 2009 um 11:55
Ach was für eine schöne Idee, an jedem Tag in der Adventszeit einen Menschen vorzustellen. Prima.
Aber du bist ja auch die AUSGEZEICHNETE für den MediaAward 2009, da wundert einen gar nichts mehr….
Gratuliere von Herzen,
Susanne Stelter-Walter, DIE BESTE…
3. Karin Fourier
Kommentar vom 2. Dezember 2009 um 12:31
Liebe Steffi,
das zeichnet Dich aus, Du nutzt Dein Unternehmen arsscribendi, um über ANDERE Gutes zu veröffentlichen. Gratulation, möge Dein Handeln viele Menschen anregen, es dir gleich zu tun!!
4. Susanne Schreiber-Beckmann
Kommentar vom 2. Dezember 2009 um 13:47
Liebe Steffie,
das hast Du ganz wunderbar geschrieben. Eine wunderschöne Idee Dein Adventskalender. Du hast genau die richtigen Worte getroffen, um Ilona zu beschreiben. Was es doch für tolle Frauen gibt und Ihr seid zwei davon!!!
Liebe Grüße
Susanne Schreiber-Beckmann
5. Michael
Kommentar vom 2. Dezember 2009 um 14:42
Ich bin auch immer wieder verblüfft, wie Du es verstehst, das Besondere eines jeden Menschen hervorzuheben und in Worte zu fassen. Ganz dickes Lob von Deinem Schatz.
6. Siegfried Skowron
Kommentar vom 2. Dezember 2009 um 15:51
Schönen Dank für das von mir eben gelesene Wort von Ilona Weirich.
Schönen Dank für ein weiteres Puzzlesteil,
was ich von Ihnen erfahren durfte.
Vielen Dank, das wir uns auch persönlich schon begegnet sind.
Vielen Dank, das Sie zu meinen Xing Kontakten angehören.
Vielen Dank und bis zum nächsten Wiedersehen, wo auch immer!
Freundliche Grüße vom Siegfried Skowron,
der Mann, der die Schokolade liebt.
7. rita jaskolla
Kommentar vom 3. Dezember 2009 um 19:23
Jeden Tag öffnet sich ein Türchen, 24 Mal!
Steffi, das ist eine tolle Idee Deine Freunde, Geschäftspartner, helle Köpfe, bunte Köpfe, ideenreiche Köpfe, bestehende und zukünftige Unternehmerinnen dahinter kurz zu verschließen um sie Tag für Tag wieder heraus zu lassen!!!
Du fragst sie das Richtige,
lockst den Gedanken in den Vordergrund und bietest eine formvollendete Plattform für den Leser.
Ich wünsch dir hiermit noch mehr Erfolg für 2010!
8. Türchen No. 22: Interaktives Türchen mit mir und einem bunten Fragen-Potpourie - Kulissenblog
Pingback vom 22. Dezember 2009 um 13:17
[...] dann schreibt Ilona Weirich, Psycho-Physiognomin, (Türchen No. 2), wie sich mit unter Gesichtspunkt-Aspekten wahrnimmt und [...]
9. Ansichtssachen: Neue Kulissen-Blogtorinnen - Kulissenblog
Pingback vom 28. Januar 2010 um 00:48
[...] Psycho-Physiognomin Ilona Weirich beschäftigt sich seit über zwölf Jahren mit der Psycho-Physiognomik, der Kunst, aus Körper und Gesicht auf die seelischen Eigenschaften eines Menschen zu schließen, und schaut hinter das menschliche „Pokerface”. Außerdem ist Ilona gemeinsam mit der Fotografiekünstlerin Fria Hagen Initiatorin des „Salons für gegenseitige Bewunderung”. Im Kulissenblog wird sie sich von Zeit zu Zeit einen prominenten oder interessanten Menschen anschauen oder aber darüber erzählen, was einzelne Gesichtspartien über uns Menschen aussagen. Auch Berichte zum und über den Salon werden nicht fehlen. Mehr über Ilona Weirich finden Sie hier: http://www.physilo.de Auch über Ilona haben wir bereits ein Porträt veröffentlicht: http://www.kulissenblog.de/turchen-no-2-bewundernde-blicke [...]