Türchen No. 18: Suchen, Finden, Abtauchen…
18. Dezember 2009 von Stephanie Ristig-Bresser | 1 Kommentar
Im Gespräch mit Garnet Steinecke von teachdesign über barrierefreies Webdesign und ihr großes Hobby Tauchen
Das Internet ist ein Dschungel. Jeden Tag entstehen Tausende neuer Webseiten. Gut gefunden zu werden, wird daher immer wichtiger. Natürlich sind wir Konzeptioner und Texter zu großen Teilen dafür verantwortlich, dass Webseiten gefunden werden, indem wir die richtigen Schlüsselworte finden und sie häufig im Text platzieren. Doch ein alles suchmaschinenoptimierte Texten nutzt überhaupt nichts, wenn die Seite nicht barrierefrei programmiert ist. Als ich Garnet Steinecke von teachdesign zum ersten Mal traf, war ich daher begeistert, dass sie mit dem barrierefreien Content-Management-System Papoo arbeitet. Seitdem haben wir bereits so einige gemeinsame Projekte miteinander umgesetzt. Wir begannen mit dem barrierefreien Part meiner Website ars:scribendi und diesem Kulissenblog, auch die Webseite Glückskinder der Kunsttherapeutin Annette Ottens haben wir gemeinsam gestaltet. Ein weiteres Beispiel ihrer Arbeit sehen sie auf der Website des Magazins DIE BESTEN.
Ich freue mich auf viele weitere gemeinsame Projekte mit Garnet Steinecke. Denn es macht riesigen Spass, mit ihr gemeinsam zu arbeiten - sie ist nicht nur kompetent, kreativ und äußerst zuverlässig, sondern sehr humorvoll und locker! Ein eher fachliches Interview mit Garnet Steinecke zum Thema Suchmaschinenoptimierung gibt es hier: Interview SEO. Das folgende Interview zeigt Garnet Steinecke einmal von einer anderen Seite:
Du gestaltest barrierefreie Seiten. Was bedeutet Barrierefreiheit und was ist das Besondere daran?
Barrierefreie Seiten sind grundsätzlich zugänglich für alle Menschen - auch für solche mit Behinderungen, und die machen immerhin 20 Prozent aller Internetbenutzer aus. Barrierefreien Seiten sind so programmiert, dass auch Menschen bspw. mit Sehschwächen die Seite besuchen können und sich zurechtfinden, einfach, weil „dahinter” sozusagen die Möglichkeit besteht, einen Vorleseservice zu integrieren.
Das Besondere an barrierefreien Seiten ist außerdem, dass sie suchmaschinenoptimiert gestaltet sind. Damit sind barrierefreie Seiten in Sachen Google-Ranking klar im Vorteil.
Wenn Seiten barrierefrei sind, sehen Sie dann nicht auch „behindert” und besonders einfach aus?
Nein, die Seiten sehen völlig normal aus, vom Design her kann man den Seiten nicht ansehen, dass sie barrierefrei sind. Natürlich sind beispielsweise Flahsanimationen nicht barrierefrei - sie können aber dennoch in barrierefreie Seiten integriert, auch Filme und ähnliches. Aber der Trend geht ohnehin weg vom Flash, hin zu einem klar-strukturierten Design. Wenn man allerdings in den Quelltext schaut, kann man sehr klar erkennen, ob eine Seite barrierefrei ist oder eben nicht.
Du arbeitest hauptsächlich mit dem Content-Management-System Papoo. Welche Funktionalitäten bietet das?
Im Prinzip bietet Papoo genau die gleichen Funktionalitäten wie jedes gute Content-Management-System. Man kann:
- eine Bildergalerie integrieren,
- einen Newsletter versenden,
- Google-Maps einbinden,
- Suchmaschinenoptimierte URLs anlegen,
- bestimmte Bereiche der Seiten bspw. für Kunden mit einem Passwort schützen.
- Die Bedienung ist supereinfach, quasi wie in Word, so dass der Inhaber der Seite Aktualisierungen leicht selbst vornehmen kann.
Außerdem kann man - ein Keywords Plugin installieren, um so in einer Tagcloud (Wortwolke) dazustellen, welche Begriffe auf der Seite besonders wichtig sind und Kategorien zu bilden,
- einen Eventkalender anlegen,
- Leser RSS-Feeds abonnieren lassen.
- Die Seite wie auch die Administration kann mehrsprachig angelegt werden.
- Es gibt ein Gästebuch.
- Ein Vorleseservice ist vorgesehen.
- Selbstverständlich kann man auch ein Kontaktformular anlegen
und viele weitere Funktionen mehr, die natürlich individuell angepasst werden können. Papoo wird ständig um weitere Applikationen ergänzt.
Zum Beispiel bietet Papoo seit kurzem auch eine Shoplösung an…?
Richtig, Papoo bietet den ersten vollständig barrierefreien Shop überhaupt. Er ist genau wie die anderen Teile der Website, sehr einfach zu pflegen. Dafür sind beispielsweise keine HTML-Kenntnisse notwendig, d.h. der Inhaber der Seite selbst kann neue Produkte in den Shop einstellen und muss nicht extra wieder eine Agentur beauftragen. Der Shop kann direkt in das Content-Management-System integriert werden.
Beschreibe mal ein paar Projekte, die Du bereits mit PAPOO umgesetzt hast.
Ich möchte nicht gern einzelne Projekte hervorheben. Ich gestalte für jeden meiner Kunden individuell die passende Website.
Welches war das schönste Kompliment, dass Du bisher von einem Kunden bekommen hast?
Ich bekome glücklicherweis sehr oft positives Feedback von meinen Kunden. Am meisten freut es ich mich natürlich, wenn die Kunden direkt bemerken, dass sie über die neue Webseite direkt mehr Gechäft generieren können - etwa wenn - wie geschehen - die Rückmeldung kommt: „Über die Webseite habe ich so viele neue Kunden finden können, dass ich jetzt damit meinen kompletten Lebensunterhalt verdienen kann.” Oder aber - was auch schon passiert, das der Kunde im Google-Ranking auf Platz 1 war. Über positives Feedback zum Layout bin ich natürlich auch dankbar - und das bekomme ich erfreulicherweise auch.
Papoo hat mehrfach den BIENE-Award gewonnen, kannst Du dazu etwas sagen?
Der BIENE AWARD ist eine Auszeichnung für positive Beispiele für barrierefreies Webdesign. Papoo hat in den letzten Jahren oft einen Preis gewonnen, und ich finde, Papoo hat das wirklich verdient. Endlich gibt es mal ein Content-Management-System, welches nicht erst extra aufwändig barrierefrei umprogrammiert werden muss, sondern von Haus aus alles richtig macht. Deshalb habe ich mich auch bewusst dafür entschienden, meinen Kunden Papoo anzubieten, nachdem ich viele weitere Content-Management-Systeme quasi auf Herz und Nieren geprüft habe.
Du bist eine Netzwerkerin. Erzähl mal, in welchen Netzwerken Du aktiv bist und was Du da machst.
Mein Lieblingsnetzwerk ist Frauen in Verantwortung (FinV), dort kann ich so sein, wie ich bin und fühle mich unter den tollen Frauen superwohl. FinV gibt es erst seit zwei Jahren, aber das Netzwerk ist bereits über 450 Teilnehmerinnen stark. Es wird getragen durch die positive, wertschätzende Art der beiden Initiatorinnen Karin Fourier und Dagmar Janssen. Gemeinsam stellen wir bei FinV viele gute Dinge auf die Beine, haben beispielsweise das Kinderhaus NaDu im Hannoveraner Problemstadtteil Sahlkamp finanziell unterstützt und auch dem sozialen Kaufhaus in Hannovers City fairkauf, Kleidung gespendet. Beginn
Außerdem bin ich noch bei Xing und in der Pro Hannover Region (PHR).
Wie feierst Du Weihnachten und Sylvester?
Weihnachten verbringen für ganz klassisch, mit der Familie. Wir Essen und Feiern in großer Runde. Sylvester organisieren wir eine „Pokernight” mit ein paar befreundeten Paaren.
Wie verbringst Du die Weihnachtszeit und die Zeit zwischen den Jahren?
Dieses Jahr war sehr anstrengend, deshalb will ich nur Schlafen, schlafen, schlafen, Bücher verschlingen und faulenzen.
Was schenkst Du Deinen Kunden zu Weihnachten?
Ich gestalte jedes Jahr eine Weihnachtskarte, die ich meinen Kunden schicke. Diese Karte gibt es nicht zu kaufen und ist deshalb schon etwas besonderes.
Was wünschst Du Dir selbst zu Weihnachten?
Spezielle Wünsche habe ich eigentlich nicht, ich lasse mich gern überraschen.
An 2009 war besonders…
… dass ich so viele neue, tolle Leute kennengelernt habe.
Du bist leidenschaftliche Leserin, was sind deine Lieblingsbücher?
Ich habe keine Lieblingsbücher, ich lese sehr gern Fantasy, Science Fiction, Krimis und lustige Geschichten. „Schwere” Literatur ist nicht so mein Ding.
Welche Pläne hast Du für 2010?
Mich nicht so stressen lassen.
Eines Deiner größten Hobbies ist es zu tauchen. Erzähl mal was darüber. Was war Dein tollstes Taucherlebnis bisher?
Es gab eigentlich kein tollstes Erlebnis, sondern ganz viele tolle Momente - zum Beispiel, als riesige Mantas eine halbe Armlänge über mir Kreise gezogen haben. Mitten in einer Gruppe Hammerhaie zu sein, oder sich von klitzekleinen Krabben putzen zu lassen oder durch riesige Höhlen, vollständig bewachsen mit Weichkorallen in allen Farben, zu tauchen oder einen Oktopus zu streicheln oder sich mit einer 5 cm großen Grundel um einen Platz am Geländer eines Wracks zu streiten, oder, oder, oder…. Ich könnte da noch unzählige weitere Situationen aufzählen, die einfach unbeschreiblich sind.
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