Schwein gehabt: Tolle Krimi-Sau rausgelassen!
15. Juni 2009 von Stephanie Ristig-Bresser | 1 Kommentar

“Schwein gehabt” rockt! Das liest sich anders als in manchem Krimi, in dem der Dedektiv immer gleichtönend-dröge seine Ermittlungen durchführt à la “Und wo waren Sie letzte Nacht?” Das ist der erste deutsche Krimi, der es locker-flockig versteht, Witz und eine spannende Story zu vereinen. Ein neues Genre: Crime-Comedy! Da haben die Autoren wirklich eine tolle Sau rausgelassen. Ich bin begeistert!
Und ich bin verliebt in die skurrilen Figuren. Antiheld Nannen, schwankend zwischen Selbstüberschätzung und Selbstironie, Karin Schumann, die adrette-resolute Landwirtin in den merkwürdigen Klamotten (die Szene, in der Nannen und Schumann einen Abend zusammen verbringen und beinahe knutschen, ist endgeil!), Nannens Freund Grabowski “Gurkennase” (auch superwitzig zu lesen: die Beschreibung Grabowskis heruntergekommener Wohnung), der Dorfdepp Stefan…
Und erst der Fall, in den Nannen gezogen wird - von Sexspielchen im Stundenhotel bis hin zu satanistischen Ritualen: alles ist schön herrlich überzogen, ironisch und einfach klasse zum Ablachen.
Wie gern würd ich diese Figuren mal live und in Farbe sehen. Sie sind so plastisch dargestellt, das ist einfach fantastisch. Die Nannen-Serie würde sich wahrlich gut auf einer Leinwand machen.
So, genug der Schwärmerei. Lesen Sie selbst, und ich garantiere Ihnen, Sie werden eine paar amüsante Stunden haben.
PS: Da wohl kürzlich der Zweitling dieses als Serie angelegten Krimis erschienen ist, werde ich mir das Buch sogleich besorgen… bin voller Lesevorfreude!
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