Mit viel Geradlinigkeit und großem Enthusiasmus
24. Dezember 2011 von Stephanie Ristig-Bresser | kein Kommentar
Manfred Göbber, Vorsitzender des Fördervereins der Grundschule Brüder Grimm e.V.
Türchen No. 24 im Kulissenblog-Adventskalender 2011
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Weihnachten im Schuhkarton, Ausflüge ins Theater, das alljährliche Laternenfest, Spenden sammeln für eine von der Oderflut 2002 betroffene Grundschule in Prettin, ein Weihnachtswunschbaum für den neu gestalteten Liliencronplatz - die Liste an Projekten, die der Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule Brüder Grimm e.V., Manfred Göbber, initiiert hat, ist lang und vielfältig. Seit 13 Jahren schon engagiert er sich im Vorstand, seit 13 Jahren lebt er diesen Posten - und geht in seiner Berufung völlig auf, seit er sich vorvergangenes Jahr in seinem Beruf als Lebensmittelkontrolleur bei der Landeshauptstadt Hannover in den wohlverdienten Unruhestand begab. „Meine eigenen Kinder sind groß, jetzt tobe ich mich halt hier aus. Und wenn es mir mal zu viel oder zu laut wird, dann stelle ich einfach mein Hörgerät ab”, kommentiert Manfred Göbber pragmatisch. Und so ist er, er redet nicht viel, sondern macht.
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Von der selbstgebauten Holzkrippe übers gemeinsame Kekse-backen, eine Lesung im Ballhof 2 verbunden mit einem Bummel über den Weihnachtsmarkt an der Marktkirche, einem Besuch im DRK-Seniorenheim Am Listholze, mit Ständchen und gemeinsamen Klönschnack mit den älteren Menschen bis hin zum Weihnachtsbaum aufstellen am Liliencronplatz, zu dem zur Begeisterung der Kinder sogar die Feuerwehr anrückte - die (Hort-)Kinder der Brüder-Grimm-Schule bekommen einiges geboten - und das haben wir in weiten Teilen Manfred Göbber zu verdanken. „Ein Bummel über den Weihnachtsmarkt mit 45 Kindern - viele würden sich das nicht antun. Doch unsere Kinder sind ganz toll, da gibt es kaum Stress. Am schönsten fand ich, das wir in der Marktkirche spontan für die anderen Besucher einige Weihnachtslieder gesungen haben. Anschließend sind unsere Kinder singend zum Ballhof2 zur Weihnachtslesung mit Ludger Abeln spaziert.” Vielleicht sind es diese rührenden Momente, die Manfred Göbber immer wieder motivieren und ihn immer neue Ideen finden lässt, um „unsere” Kinder zu fördern, zu fordern und sie selbständig Dinge mitgestalten zu lassen. „Wir leben in herausfordernden Zeiten, in denen den Kindern viel abverlangt wird. Da ist es kein Wunder, wenn einige Kinder damit „Probleme” bekommen. Ohne Pädagoge zu sein, sondern einfach nur durch meine Lebenserfahrung glaube ich, dass Kinder aufblühen, wenn man Ihnen Möglichkeiten gibt, aber auch eine gewisse Geradlinigkeit abverlangt - am besten, sie gemeinsam mit ihnen entwickelt.”
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Unterstützung erfährt Manfred Göbber dabei von einigen Sponsoren, wie etwa der VHV und den benachbarten Handwerks- und Einzelnhandelsbetrieben. Aber auch zum Bezirksrat Vahrenwald-List gibt es gute Drähte. „Ich finde es toll und bin sehr dankbar, dass mir neben den Eltern und der Schulleitung auch die Sponsoren und der Bezirksrat so viel Vertrauen entgegenbringen und uns immer wieder bei unseren Projekten unterstützen.” Und was gibt es für Pläne für das kommende Jahr? „Ein Wunsch wäre, dass wir die Betreuungsgruppe weiter vergrößern und 50 bis 55 Kindern die Möglichkeit der außerschulischen Betreuung ermöglichen können . Diese Gruppe soll weiterhin bunt gemischt sein, so wie das Leben eben ist. Einfach gesagt:Ich möchte Kinder aus allen sozialen Schichten und gern aus vielen verschiedenen Nationen in der Gruppe haben. An Aktionen werden wir im kommenden Jahr u. a. wieder unser Zirkusprojekt mit dem Zirkus California begleiten, damit die Kinder die Chance bekommen, auch mal hinter den Kulissen Zirkusluft zu schnuppern und einige Kunststücke auszuprobieren. Ein besonderer Wunsch, den ich irgendwann einmal realisieren möchte, ist ein Snoezele-Raum für unsere Betreuungskinder (was ein Snoezele-Raum ist, hat Interior-Designerin Susanne Schreiber-Beckmann hier beschrieben), ein Raum zum Ausruhen und Auftanken.”
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Jetzt sind aber erst einmal Weihnachtsferien. „Heiligabend haben wir ein Ritual: Erst spaziere ich mit meinen mittlerweile erwachsenen Kindern und ihren Liebsten durch die Markthalle oder die Ernst-August-Galerie und frühstücken ausgiebig bei unserem Lieblingsspanier. Nach dem Kirchgang warten immer noch alle ganz gespannt auf die Bescherung und abends gibt es in etwas größerer Runde, Raclette und viel Zeit zum Plaudern bei einem leckeren Glas Rotwein.” Und welche privaten Wünsche hat Manfred Göbber: „Gesundheit für die gesamte Familie und Zeit für ein paar Runden mit meiner 30 Jahre alten.”
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Mehr zur Grundschule Gebrüder Grimm und zum Förderverein gibt es hier:
http://www.gsbruedergrimm.de
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