Türchen No. 15: “Howdy im Hier und Jetzt” - Die PR-Indianer
15. Dezember 2009 von Stephanie Ristig-Bresser | 5 Kommentare
Wenn von Hannover und Indianern die Rede ist, dann denkt jeder an die Indians, die Eishockey-Kultmannschaft, aus Hannover. Doch zu Hannover gehört ein mindestens weiterer Indianer-Stamm: die Inokis, die PR-Indianer. Sie entzünden mit Sprache Feuer, reichen Kriegswütigen die Freundschaftspfeife, schlagen Tipis in der richtigen Ideenlandschaft auf. Inoki - ist übrigens Sauk und heißt auf Deutsch übersetzt soviel wie “Hier und Jetzt”, “im Fluss sein”.
Ganz da sein für Ihre Kunden, das wollen die Inokis. Inoki-PR ist eine Dachmarke, unter der sich die drei PR-Berater Ute Launert, Svenja Arifi und Ludger Brenner zusammengefunden haben. Kurz nach ihrer Gründung habe ich die Inokis einmal für das Stadtkind interviewt (den Artikel aus dem Stadtkind finden Sie hier: . Wir fanden interessant und gut, was der/die jeweils andere macht und beschlossen, uns auszutauschen und bei größeren Projekten zusammenzuarbeiten. Das ist bis heute so geblieben. Kürzlich haben die Inokis und ars:scribendi gemeinsam das Seminar “Willkommen im Web 2.0″ veranstaltet. Im nächsten Jahr werden wir unsere Kooperation ausbauen. Dazu gibt es bald mehr hier und an anderer Stelle.
Verweisen möchte ich auch auf das Blog von Inoki-PR PR-Indianer. Hier finden sich Beitrage zum Thema Public Relations von NGOs, Social Media und zur NPO-Blogparade. Lesenswert ist auch der Adventskalender-Check, den die Inokis vornehmen. Fast jeden Tag präsentieren Sie den virtuellen Adventskalender einer NGO oder eines kleinen Unternehmens - gestern war zum Beispiel der Adventskalender der SOS-Kinderdörfer dran.
So, jetzt aber zum Interview, das ich mit Ludger Brenner, einem der Teilhaber von inoki-PR geführt habe. Er hat interessantes über die Themenfelder Public Relations - auch für NGOs, Audio Branding und Social Media zu erzählen.
Eine kurze Definitionsfrage, weil sich an ihr viele Geister scheiden. Was ist für Dich Marketing, was PR - und wie geht was zusammen?
Ich sehe das weniger problematisch. Sich ewig mit Definitionen, diversen Codices und Abgrenzungen der einzelnen Felder zu beschäftigen, mag zwar lehrreich sein, jedoch hat dies auch den Charakter des Standesdünkels. Eine klare Trennung, die häufig postuliert wird, kann meines Erachtens dauerhaft nicht aufrecht erhalten werden. Schon gar nicht in einer Zeit des Umschwungs, welcher sich schließlich nicht nur im Internet vollzieht.
Fakt ist, dass der Begriff „Marketing” zwei Interpretationen beinhaltet. Je nach Auslegung und Gewichtung steht er für eine Unternehmensphilosophie und/oder ist der Terminus für absatzfördernde Maßnahmen.
Public Relations also die Öffentlichkeitsarbeit, wie wir sie gelehrt haben bekommen, steht für die (sachliche) Gestaltung eines Unternehmens zu seinen Stakeholdern. Es geht darum, Produkte und Dienstleistungen vertrauenswürdig darzustellen. Damit jedoch nimmt der PRler unmittelbar an den Unternehmenserfolgen teil, denn sie/er beeinflusst damit direkt oder indirekt die Akzeptanz und die Nachfrage.
Der für mich entscheidende Punkt an der ganzen Sache ist das Thema Vertrauenswürdigkeit. Hier kann es durchaus vorkommen, dass Marketer und Öffentlichkeitsarbeiter aneinander geraten. Das Vertrauen von Menschen zu gewinnen, kann meiner Ansicht nach nur mit den Mitteln der Ehrlichkeit erreicht werden. Die jüngsten Ereignisse wie z. B. die Finanzkrise haben gezeigt, dass ein „Weiter so” in Sachen Marketing bei den Banken nicht mehr ankommt. Der Imageverlust ist einfach beträchtlich und es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis man hier wieder einigermaßen festen Boden betreten wird.
Beide Teildisziplinen passen dann wunderbar zusammen, wenn man aufeinander hört und die jeweiligen Absichten zum Wohle des Unternehmens in Einklang bringt. Marketing und PR ergänzen einander.
Magst Du mal ein-zwei Deiner Projekte beschreiben, die Du als sehr spannend empfunden hast?
Da gibt es gleich mehrere. Da wir noch recht neu auf dem Markt sind, kann ich aus heutiger Perspektive alle Projekte als sehr spannend bezeichnen. Es war gleichermaßen aufregend für eines der größten Flugzeug- & Technikmuseen wie auch den Heilpraktiker vor Ort zu arbeiten.
Immer wenn man ein neues Vorhaben angehen darf, bedeutet dies auch, sich mit einer meist fremden Materie vertraut machen zu können. Ich finde es persönlich einfach als sehr bereichernd, Dinge zu erfahren, welche zunächst nichts mit der eigenen Ausbildung und Biographie zu tun haben. Damit einher geht meist auch ein großer Vertrauensvorschuss, welcher einem geschenkt wird, da unsere Arbeit viel mit Fakten zu tun hat, welche nicht zwangsläufig für jedermann bestimmt sind.
Es ist einfach das Neue und die Möglichkeiten, welche sich bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen entwickeln, die dann für den Kunden möglichst nachhaltig sind.
Die PR-Indianer fokussieren auf NGOs und Kultur-PR. Welche Besonderheiten in der PR gibt es hier zu beachten?
Die Sprache ist häufig eine Andere. NGOs/NPOs und Kulturschaffende haben mit den gewinnorientierten Unternehmen lediglich gemein, dass ihre Botschaften auf Interesse stoßen sollen. Das Ziel ist jedoch differenzierter zu werten. Bei den Ersteren ist die Einbettung in Staat und Gesellschaft von wichtigerer Bedeutung als ein Produkt oder eine Dienstleistung zu vertreiben. Non-Profits und Kultureinrichtungen/Künstler müssen zunächst andere Anstrengungen unternehmen, welche ihre Daseinsberechtigung rechtfertigen, um dann im Weiteren auch Gelder zu akquirieren. Obgleich jedem von uns bewusst sein sollte, dass gemeinnützige Unternehmen und auch die Kunst an sich einen enormen gesellschaftlichen wie auch wirtschaftlichen Stellenwert einnehmen, besteht die Aufgabe der Kommunikation darin, die Interessenten immer wieder von dieser ungemeinen Bedeutung zu überzeugen.
Weitere Aufgabe ist, dass Stakeholdermanagement. Während man vor einigen Jahren noch getreu einer Organisation gefolgt ist und darüber hinaus auch gespendet hat, so ist heute eine sehr starke Fluktuation zu beobachten. Gerade die jüngeren Generationen, welchen man immer gerne unreflektiert vorwirft, sie würden für gesellschaftlichen Themen kein Interesse aufbringen oder sich gar engagieren, sind in Wahrheit sehr agil. Nur entsprechend ihres Informations- und Kommunikationsverhaltens, setzen sie sich für Themen ein, die sie gerade am ehesten interessieren. Das ist purer Pragmatismus und kein Desinteresse. So kann es sein, dass man heute eine Petition gegen die Internetsperren online unterzeichnet, morgen für größere Anstrengungen im Klimaschutz demonstriert und übermorgen bei einem sozialen Tag mitwirkt.
Es gilt derzeit: Je jünger die angesprochene Zielgruppe ist, desto mehr sollte man berücksichtigen, dass diese an der NGO oder dem Kulturprojekt aktiv teilnehmen wollen. Die Zielgruppe sollte daher nicht mehr als reines „Spendenvieh” betrachtet werden. Aktive Teilnahme und Einbindung ist das Kapital von Kultur und NGOs/NPOs.
Der Einsatz der zu wählenden Mittel in der Kommunikation ist ein weiterer Aspekt. Viele Kulturprojekte und NPOs unterschätzen einfach die Möglichkeiten, die Neuen Medien für sich effektiv zu nutzen. Das Web 2.0 bietet gerade hier eine Fülle an Informationskanälen und Empfehlungstools, welche gewinnbringend eingesetzt werden können. Ein Beispiel hierfür wäre das virale Video der Caritas. Der Verband nutzt die Art dieser Botschaften schon etwas länger und konnte damit reges Interesse für das Projekt „Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft” erlangen.
Wie werden sich Deiner Einschätzung nach PR und Marketing durch Social Media verändern?
Der Fokus wird sich noch stärker auf den Dialog mit der Zielgruppe ausrichten. Für den User ist es heute schon mehr als einfach, sich seine Meinung zu einem Produkt oder einer Dienstleistung über die verschiedenen Social-Media-Kanäle zu bilden. Daher reicht es bei weitem nicht mehr aus die Klaviatur der Neuen Medien, lediglich mit der Sprache des Marketings oder des reinen Informationsgehaltes zu bedienen. Vielmehr wird immer mehr zu berücksichtigen sein, dass man seinen Kunden zuhört. Dessen Wünsche und Meinungen sollten respektiert werden und in die eigene Produktentwicklung miteinfließen. Erste zaghafte Feldversuche hierzu gibt es bereits. Daher denke ich, dass man die Definition oder gar den Begriff des „Kunden” eher in den des „Partners” ändern sollte. In Anlehnung an Deine vorherige Frage, meine ich behaupten zu können, dass die Wirtschaftsunternehmen auf diesem Gebiet einiges von NPOs lernen könnten. Zumindest bei den großen Organisationen ist hier der Prozess des Umdenkens weit fortgeschritten.
Durch die verstärkte Globalisierung können Tag und Nacht Ereignisse verfolgt und kommentiert werden. Technisch werden die mobilen Endgeräte immer ausgereifter und funktionsreicher. Spielt das mobile Internet hier zu Lande noch eine eher untergeordnete Rolle, so zeigen neue Studien, dass sich die Nutzung zunehmend verstärkt. Dies wiederum wird sich in den Anforderungen an die einzelnen Social-Media-Anwendungen niederschlagen. Haben wir heute ein Netz, in welchem viele Plattformen nebeneinander existieren, so dürfte sich der eingesetzte Trend, diese untereinander zu verweben, fortsetzen. Forscher gehen davon aus, dass wir bald mit lediglich einer einzigen Identität uns in allen Netzwerken zeitgleich! bewegen werden. Google Wave bietet einen ersten Vorgeschmack auf das, was da auf uns zukommt.
Für PR und Marketing bedeutet dies, noch offener zu kommunizieren und durchaus einen kritischen Dialog als gewinnbringend zu betrachten. Und dies darf dann auch durchaus global so gehandhabt werden.
Bei allem Fortschritt: Social Media, wie auch immer es aussehen wird, bleibt ein Instrument der Public Relations. Auch wenn sich die Schwerpunkte verlagern, so sollte immer berücksichtigt werden, dass die klassische Kommunikation ebenso Nachhaltigkeit und Dialog erzeugen kann.
Welchen weiteren PR-Instrumenten wird die Zukunft gehören?
Das ist schwer auszumachen. Waren vor einiger Zeit das Thema Blogging ein totalter Trend, so ist es heute fast eine Pflicht einen oder mehrere Miccrobloggingaccount(s) zu haben. Unabhängig von der technischen Entwicklung betrachte ich die Emotion als eines der wesentlichen Instrumente der PR. Wo auch immer ich mich aufhalte, so möchte ich als Kunde über die Sinne angesprochen werden. Erst dann kann ein Interesse geweckt werden. So ist es ebenfalls mit dem Leseverhalten - egal, ob im Print- oder Onlinebereich. Ein guter Teaser bewirkt bei der entsprechenden Zielgruppe, dass der Text auch wahrgenommen wird. Und die Sprache ist ein sehr machtvolles Instrument.
Da Du ja studierter Orchestermusiker bist, ist ein persönliches Steckenpferd von Dir ist das Thema Audiobranding. Magst Du dazu einmal etwas sagen?
Die meisten unserer Produkte, welche wir im täglichen Leben nutzen sind inzwischen sound-designed: Die Chipsrolle, lässt sich mit einem speziellen Pop-Klang öffnen, was uns Frische vermitteln soll, die Autotür fällt mit einem satten Sound zu, welches uns die Wertigkeit des PKW jeden Tag neu vermittelt und die Tastatur des Computers macht spezifische Anschlagsgeräusche, was für Stabilität und Zuverlässigkeit steht. Über den Sound brandmarken sich diese Produkte regelrecht in unser Gehirn und regen bei einer Neuanschaffung dazu an, dass wir wieder den gleichen Hersteller wählen. Das Gehirn ist in Millisekunden in der Lage darüber zu entscheiden, ob uns ein Klang (Sound) gefällt oder nicht. Unbewusst nutzen wir diese Fähigkeit jeden Tag. Beispielsweise warnt uns das Martinshorn vor einem herannahenden Rettungswagen. Der Prozess der in unserem Gehirn abläuft ist ein vergleichender Moment. In unserem Kulturkreis wird die verminderte Quarte (also das Geräusch des Signalhorns) als unangenehm, fast als bedrohlich empfunden. Die natürliche Reaktion ist das Ausweichen. Diese Eigenschaft machen sich die Sounddesigner zu nutze und versuchen für ihre Produkte Klänge zu entwerfen, welche diese mit für uns angenehmen Assoziationen verbinden.
Für mich interessanter ist das Audiobranding. Wie zuvor schon geschrieben, geht es darum eine Marke in unserem Kopf zu etablieren, um dann im Moment einer Kaufentscheidung präsent zu sein. Allen Spöttern der Telekom sei gesagt, dass, wenn man einer Person lediglich das Soundlogo des Konzerns vorspielt, er dieses mit größter Wahrscheinlichkeit mit dem großen rosa „T” in Verbindung bringen wird. Hier ist ganz hervorragende Arbeit geleistet worden. Gute Beispiele für gelungenes Audiobranding finden wir auch in der Automobilwelt.
Ähnlich wie bei der Sprache geht es um Emotionalisierung. Die Musik - insbesondere die Klassik - vermag es, uns zu berühren und diese Eindrücke dauerhaft abzuspeichern. Würde man den Wiedererkennungseffekt lediglich über visuelle Maßnahmen erzielen wollen, so wäre ein vielfaches an Kapital und auch Zeit bei dem Konsumenten erforderlich.
Der Weg über das Ohr ins Gehirn ist wesentlich effektiver und nachhaltiger.
Als Beispiel für die Entwicklung eines Soundlogos und Anlehnung an die Klassik, verweise ich immer gerne auf das großartige Video, welches die (mögliche) Entstehung des Intel-Sounds beschreibt. Hier kann man eindeutig nachvollziehen, welche Überlegungen die Macher wohl angestellt haben mögen und wie sie sich von Georg Friedrich Händel oder der La Marseillaise, der französischen Nationalhymne haben inspirieren lassen.
Markenexperte im Bereich Sound Branding und akustischer Markenführung Karlheinz Illner hat hierzu unlängst auf einen unserer Blogbeiträge Folgendes kommentiert: „Die Kunst im Sound Branding ist, die relevanten Entscheidungsfaktoren (Marken-, ZG- & Kampagnenfit, Flexibilität, Einsetzbarkeit und technische Anforderung) optimal zu “orchestrieren”, damit letztendlich ein Mehrwert für die Marke entsteht.” Und gerade hier liegt für mich der spannende Moment. Man könnte es wenig mit dem Kochen vergleichen, wo die Wahl und die Menge der Zutaten über den Geschmack entscheiden.
Mit dem PR-Indianer-Blog bist Du auch sehr aktiv und beteiligst Dich u.a. an der NPO-Blogparade. Was ist die NPO-Blogparade und wie ist es zustande gekommen, dass die Inokis da mitmachen?
Bei der NPO-Blogparade steuern Blogger ihre Beiträge zu einer Frage bei, welche zuvor von einem Gastgeber gestellt worden ist. Thematisch sollte die Aufgabe aus dem Non-Profit-Bereich kommen und möglichst sektorübergreifend formuliert sein, so dass die Blogger aus unterschiedlichen Bereichen (Soziales, Kultur, Umwelt, Gesundheit, Bildung etc.) ihr Wissen einbringen können. Der Effekt ist genau im Sinne des sogenannten Mitmach-Webs: Blogger vernetzen sich, Synergien werden freigesetzt, Wissen wird geteilt und angereichert, das große Thema NPO rückt verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung und darüber hinaus hat man so die Chance, sich auf seinem jeweiligen Gebiet zu profilieren.
Persönlich schätze ich die Blogparade als Auseinandersetzung mit dem Thema an sich, wie auch den Meinungen der Anderen zu einer Frage. Dies gibt einem nicht nur die Möglichkeit, seinen Horizont zu erweitern, sondern man kann auch seine Ansichten ggf. neu austarieren.
Mich haben schon immer die Blogbeiträge der beiden Kultur- und Marketingexperten Karin Janner und Christian Henner-Fehr interessiert. Beide schreiben in ihren jeweiligen Blogs sehr fundierte Artikel in Sachen kulturelle Kommunikation und Marketing. Irgendwann habe ich dann mal Karin Janner via Xing kontaktiert und seitdem beteiligen wir uns gerne an der NPO-Blogparade.
Welche Hobbies hast Du?
Ein PR>Indianer hat viele Hobbies und der Tag kann nicht lange genug sein, diese mit Leben zu füllen. ![]()
Im Ernst: Ich beschäftige mich gerne mit metaphysischen Dingen, da ich es als aufregend empfinde, dass es trotz aller Aufgeklärtheit immer noch Phänomene gibt, welche sich nicht mal ebenso erläutern lassen. Ich freue mich dann immer wieder, mich mit Menschen darüber austauschen zu können, welche diese Themen ebenso faszinierend finden. Für Deine Leser, welche sich der Sache nähern wollen ist wohl die Filmdroge „What the bleep do we know …” als Einstieg empfehlenswert.
Ich lese gerne. Sicherlich dürfen wir, beruflich bedingt und über den Tag verteilt, Einiges in gedruckter oder virtueller Form zur Kenntnis nehmen. Ich denke also damit ein Hobby zum Beruf gemacht zu haben und da fällt es manchmal schwer, Tun und Freizeit voneinander zu trennen. Darüber hinaus finde ich (Auto-) Biographien über und von Musikern immer wieder bereichernd.
Das Web ist eine große Spielwiese. Ich liebe es beispielsweise neue Applikationen für den Microbloggingdienst Twitter auszuprobieren und auf ihren Mehrwert hin zu überprüfen. Da muss ich manchmal aufpassen, dass das mit dem persönlichen Zeitmanagement zusammenpasst.
Das wichtigste Hobby für mich ist und bleibt jedoch die Musik. An dieser Stelle könnte ich ein ganzes Pamphlet für klassische Musik schreiben, das würde den Platz dann doch sprengen.
Wie verbringst Du die Advents- und Weihnachtszeit?
Erstmalig alleine und so ist es gut. Die Adventstage haben einen besonderen Zauber, den wir sicherlich noch aus unserer Kindheit mit uns tragen. Für mich geht es in diesen Tagen darum, genau diesen Zauber wieder zu beleben und aufrecht zu erhalten.
Den Heiligabend werde ich wahrscheinlich mit den Mitgliedern der Lazaruslegion Hannover e. V. zumindest stundenweise verbringen. Ich bin seit wenigen Wochen ehrenamtlich für den hannöverschen AIDS-Hilfe-Verein als Pressesprecher zuständig und habe in dieser Zeit wunderschöne menschliche Erfahrungen sammeln können. Da liegt es für mich einfach nahe, an diesem Tag einige Stunden mit den Betroffenen und deren Freunden zusammen zu sein.
Was wünschst Du Dir zu Weihnachten?
Die Kraft und die Gedanken, welche mit diesem Fest verbunden sind zu erfahren.
Welche Pläne habt Ihr für 2010?
Ganz klar: Wachstum.
Wir haben uns in diesem Jahr neu aufstellen dürfen, was die Örtlichkeiten angeht. So ist z. B. Kollegin Ute Launert in den Harz gezogen, um für unsere dortigen Kunden vermehrt da zu sein. Ich selbst habe mein Büro nun in Hannover-Ricklingen. Da wir unter der Dachmarke Inoki - Ihre PR>Indianer zusammenarbeiten, passt die Dezentralisierung sehr gut in dieses Konzept.
Für 2010 stehen daher strategische Ausrichtungen an, welche unseren Kunden zu Gute kommen werden. Hierunter fallen auch weitere Vernetzungen und Kooperationen mit ExpertenInnen, wie z. B. mit Dir und Deiner Agentur ars:scribendi.
Wo werden die PR-Indianer im Jahr 2015 sein?
Die PR>Indianer werden dann sicherlich eine feste Marke sein, verankert und eingebettet in einem Expertennetzwerk, welches sich neben den derzeitigen Hauptthemen, nämlich der Kultur- & Non-Profit PR ebenfalls als außerordentliche Berater in Sachen Social Media hervortun. Wir zwei arbeiten ja schon eifrig an der gemeinsamen Umsetzung und ich freue mich sehr darauf.
Vielen Dank, lieber Ludger, für das Gespräch!
Hier können Sie in Kontakt zu den Inokis treten:
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1. Ludger Brenner
Kommentar vom 15. Dezember 2009 um 02:41
Liebe Stephanie,
lieben Dank für das Interview. Es hat mir viel Freude bereitet, auf Deine Fragen zu antworten. Wie ich schon heute am Telefon erwähnte, beginne ich meinen Tag derzeit mit dem/mit Deinem Kulissenblog und liebe es einfach die Gedanken und Ansichten anderer zu erfahren.
Du stellst da etwas Schönes auf die Beine!
Dir und Deinem Blog viele und aufmerksame Leser.
Liebe Grüße
Ludger
2. Karin Janner
Kommentar vom 15. Dezember 2009 um 12:16
Spannendes Interview!
Und ich fühle mich geehrt, dass ich da namentlich erwähnt bin
Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches 2010 - und gegen Vernetzung hab ich auch nix
Liebe Grüße, Karin
3. Stephanie Ristig-Bresser
Kommentar vom 15. Dezember 2009 um 12:33
hey,
ich freue mich, dass du hier “vorbeischaust” und vernetzen - gerne doch - ich schau mal auf deinem http://www.newmarketingblog.de und dem kulturmarketingblog.de vorbei
lieben gruß
steffi.
4. Karlheinz Illner
Kommentar vom 15. Dezember 2009 um 18:37
Danke für das einfühlsame & persönliche Interview. Ein kleiner Tip zum Thema Musiker Biographien: die Biographie über Hans Werner Henze von Jens Rosteck. Mit einem eigenem Kapitel über die Beziehung von Henze zu Ingeborg Bachmann - lesenswert!
5. Türchen No. 22: Interaktives Türchen mit mir und einem bunten Fragen-Potpourie - Kulissenblog
Pingback vom 22. Dezember 2009 um 13:20
[...] die Fragensteller Heidrun (Türchen No. 7), Ilona (Türchen No. 2), Susanne (Türchen No. 18) , Ludger (Türchen No. 15) und Michael (Türchen No. 6)! Es hat riesig Spaß gemacht zu antworten. Und jetzt geht´s auch [...]