„Die magischen drei Minuten“
29. April 2010 von Stephanie Ristig-Bresser | kein Kommentar
Carsten Meiners, Geschäftsführer von NOT REAL! medien design, über das Portal HANNOVERlights.de, seine Firma NOT REAL medien design, sein Engagement bei XING - und neue Pläne.
„Ein Imagefilm fürs Internet sollte ungefähr drei Minuten lang sein. Das ist die magische Grenze”, weiß Filmemacher Carsten Meiners, Geschäftsführer von NOT REAL! medien design. Fast 90 Prozent der Filme, die NOT REAL! produziert, sind fürs Internet. Immer mehr Unternehmen wollen mit bewegten Bildern im Netz präsent sein, das Geschäft floriert. Viel Aufsehen im lokalen Blätterwald hat ein neues Projekt erregt, das NOT REAL! medien design und Kamera Zwei gemeinsam ins Leben gerufen haben: das Videoportal HANNOVERlights.de zeigt die „Highlights der Region Hannover in kurzem Filmen”. Die Neue Presse und die HAZ stellten das Portal ausführlich vor. Aktuell ist auf HANNOVERlights.de beispielsweise das Unternehmen dpPlanzeit mit einem Video vertreten. Auch “unser Star für Oslo” Lena Meyer-Landrut oder Starpianist Haiou Zhang, den ars:scribendi in Sachen Public Relations betreut, sind hier in bewegten Bildern zu sehen. Grund genug, Carsten Meiners einmal zum Interview zu bitten und ihn dazu und zu seinen Aktivitäten bei XING und Hannover Networking zu befragen.
Was ist die Idee von HANNOVERlights.de?
Mit HANNOVERlights.de wollen wir die Vielfalt Hannovers und seine schönen Seiten zeigen - von prominenten Persönlichkeiten über bekannte Unternehmen bis hin zu Freizeitattraktionen. Dabei steht aber immer eine Person im Vordergrund, die das Unternehmen oder die Attraktion erklärt, wie beispielsweise etwa im Film über das Sprengel Museum eine Museumsmitarbeiterin. Wir wollen einmal nicht nur das Offensichtliche zeigen, sondern auch die Menschen und Organisationen aus der zweiten Reihe, die bisher nicht im Rampenlicht standen.
Seit zwölf Jahren bist Du mit Deiner Firma NOT REAL! medien design am Markt. Wie ist es zu NOT REAL! gekommen?
Eigentlich habe ich Elektrotechnik studiert. Zum damaligen Zeitpunkt gab es interessanter Weise in dieser Branche keine Stellen, so dass ich nie als Ingenieur tätig war. Also haben ein Bekannter und ich damals beschlossen, etwas im Bereich Medien zu machen, obwohl wir uns damit gar nicht auskannten. Das kam erst später. 2003 habe ich begonnen, visuelle Kommunikation zu studieren und mein Studium in 2007 abgeschlossen.
In unserem ersten Auftrag haben wir ein architektonisches Projekt für die EXPO2000 visualisiert. So kam auch der Name NOT REAL! zustande: Wir haben etwas entwickelt, dass noch gar nicht real vorhanden war. Heute entwickeln in unseren Filmen zwar auch noch Animationen, das Kerngeschäft ist aber die Produktion von Image- und Werbefilmen.
Welches waren die bisher schönsten Projekte?
Eines unserer schönsten Projekte war es, für Mercedes Benz in Barcelona einen Event zu dokumentieren. Toll sind selbstverständlich sämtliche Arbeiten für die Hannover Indians. Es war schon ein tolles Gefühl, dass zur Premiere unseres Films „Mythen, Wunder, Emotionen.”, die wir im Cinemaxx gefeiert haben, vier Vorstellungen parallel liefen und insgesamt 1.500 Menschen sich diesen Film gleichzeitig in einem Kino anschauten. Ich glaube, das hat nicht mal „Herr der Ringe” hier in Hannover geschafft.
In den letzten Jahren hat die Medienwelt sich stark verändert. Bekommst Du das auch bei Eurer Tätigkeit zu spüren, welche Trends zeichnen sich ab?
Der Trend geht auch bei Filmen eindeutig in Richtung Social Media und Social Web. Fast 90 Prozent aller Filme, die wir heute produzieren, machen wir fürs Internet. Die Unternehmen brauchen Material für ihre Social Media Kanäle, für Youtube und Facebook. Das wird immer wichtiger.
Wie sollte man bei einem Film fürs Social Web beachten?
Die Filme sollten kurz und knackig sein, mit markanten Botschaften und eine interessante, kuriose, witzige, emotionale oder auch provokante Story erzählen - je kürzer, desto besser. Drei Minuten, das ist die magische Grenze - länger sollte ein Film im Web nicht sein.
Du bist einer der Initiatoren von „Hannover Unlimited” und der Gruppe „Hannover Networking” auf XING, die über 14.000 Mitglieder zählt. Zu den größeren XING-Event, die vierteljährlich stattfinden kommen, bis zu 400 Personen. Wie ist es zu Hannover Unlimited gekommen?
Ich bin bereits seit 2004 auf XING. Nachdem ich einige virtuelle Kontakte aus Hannover geknüpft hatte, dachten wir, dass es doch toll wäre, wenn wir uns einmal persönlich treffen. Im Mai 2005 hatten wir dann unser erstes Live-Treffen im Funky Kitchen an der Expo. Damals kamen so 50-60 Personen. Es hat sich schnell herumgesprochen, so dass die Treffen immer größer und zum „Place to be” des Abends wurden. Neben den größeren Event haben wir vor einigen Monaten eine neue Eventreihe mit Vorträgen und anschließendem Networking gestartet, die sehr gut angenommen wird.
Bei all den vielen Projekten von HANNOVERlights über die Projekte von NOT REAL! bis hin zu Hannover Unlimited - was machst Du zum Ausgleich, um Dich zu entspannen?
Dazu kann ich nur sagen, dass mir alles, was ich tue, riesigen Spaß macht. Einen tollen Ausgleich habe ich im Neuro Linguistischen Programmieren (NLP) gefunden. Vor kurzem habe ich mich entschlossen, eine Ausbildung zum Trainer und Coach zu machen. Ich biete ja bereits offizielle XING-Seminare an. Diesen Bereich will ich jetzt ausbauen. Zukünftig werde ich auch Seminare und Coaching zum Thema Persönlichkeitsentwicklung anbieten.
Vielen Dank für das freundliche Gespräch!
Kontakt:
Carsten Meiners
Xing-Profil: https://www.xing.com/profile/Carsten_Meiners
Twitter: http://twitter.com/carmei
Website: http://www.notreal.de
Website http://www.hannoverlights.de
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