Die culture.communication GbR: Interkulturelles Kompetenz-Zentrum Norddeutschlands

“Wir wollen uns als Norddeutschlands interkulturelles Kompetenzzentrum positionieren und uns auch deutschlandweit etablieren”, erklärt Irka Fürle, geschäftsführende Gesellschafterin der culture.communication GbR, auf die Frage, worauf sie denn gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin Sylwia Chalpuka-Dunse mit ihrem Unternehmen hinarbeite. Bis dahin ist wohl kein weiter Weg mehr: Für viele Institutionen und Unternehmen ist die culture.communication GbR bereits jetzt DER Ansprechpartner, wenn es um interkulturelle Angelegenheit geht - ob um Expansionsvorhaben ins (außer)europäische Ausland und damit zusammenhängende Verhandlung oder auch um interkulturelle Konflikte, die es mit erfahrenen Mediatoren zu beheben gilt, um größeren finanziellen Schaden abzuwenden.

 

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Irka Fürle (links) und Sylwia Chalupka-Dunse (rechts)

 

 

Rückenwind durch prominente Unterstützung

So traten keine geringeren als Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann, die Integrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen Honey Deihimi, die Landesvorsitzende des Verbandes der deutschen Unternehmerinnen (VdU), Tanja Kühne, Hüseyin Karatas, Vorsitzender des Vereins für Integrative Exitenzgründung (IntEC e.V.) und Dr. Sabine Johannsen, Mitglied des Vorstandes Investitions- und Förderbank Niedersachsen NBank, im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des interkulturellen Mentoringprogramms, das die culture.communication GbR in Projektleitung verantwortet, als Redner auf. Selbstverständlich ist besagtes Mentoringprogramm, dessen Konzept zum großen Teil aus der Feder der culture.communication GbR stammt, ein voller Erfolg. In diesem Frühjahr ist es in der Region Hannover gestartet, im kommenden Jahr ist eine Ausweitung des Programms auf ganz Niedersachsen vorgesehen - mit Innenminister Schünemann als Schirmherren. ”Noch fehlen die Gelder einiger Sponsoren, doch wir sind zuversichtlich, dass wir diesbezüglich in den kommenden Wochen Zusagen erhalten werden. Der politische Wille ist schon einmal da, und das gibt viel Rückenwind”, erklärt Chalupka-Dunse.

 

Pilotprojekt “Mit kultureller Vielfalt zum Erfolg”

Ihre hervorragende Reputation hat sich die culture.communication GbR seit ihrer Gründung mit vielen kleinen Projekten erarbeitet. Und auch mit einigen großen: Mit dem Pilotprojekt “Mit kultureller Vielfalt zum Erfolg” beispielsweise gaben die findigen Unternehmerinnen ein Beispiel wie erfolgreich Unternehmerinnen mit Zuwanderungsgeschichte ihre vielfältigen Geschäftsideen umsetzen - und zeigten damit, dass diese Frauen weit mehr Unternehmen gründen als Imbissbuden und Änderungsschneidereien - ein Klischee, das wohl noch in vielen Köpfen spukt. Dies Projekt stieß auf große Beachtung - auch deshalb weil die Unternehmerinnen sehr für ihre Ideen kämpften und es mit viel Überzeugungskraft und persönlichem Engagement schafften, private Sponsorengelder und öffentliche Fördergelder zu aquirieren, um das Projekt realisieren zu können. 

 

Mehrfach ausgezeichnet

Auch in anderer Hinsicht haben die beiden geschäftsführenden Gesellschafterinnen Sylwia Chalupka-Dunse und Irka Fürle mit ihrer culture.communication GbR bereits so einiges erreicht. In diesem Jahr sind die Jungunternehmerinnen mehrfach ausgezeichnet worden: Im Juni 2009 etwa wurde das junge Unternehmen mit dem START-Award Niedersachsen 2009 prämiert. Kurz darauf konnte das junge Unternehmen eine weitere Auszeichnung entgegennehmen - als einer der Preisträger des Mittelstandsprogramms 2009. Vor kurzem wurde die culture.communication GbR als “Gründer der Woche” der Financial Times Deutschland (FTD) gekürt und kann sich jetzt Hoffnung machen, Gründer des Monats September zu werden (Porträt der culture.communication GbR auf der Website der FTD finden Sie hier: http://enable.ftd.de/culture-communication ).

 

Neues Projekt: Interkulturelle Konflikte lösen

Das junge Unternehmen hat also seit seiner Gründung im Oktober 2007 schon viel in  bewegt. Und es befinden sich bereits weitere große Projekte in Vorbereitung. Neben dem bereits erwähnten Mentoringprogramm, das im kommenden Jahr auf ganz Niedersachsen ausgeweitet werden soll, startet die culture.communication GbR gemeinsam mit weiteren kooperierenden Unternehmen aus Italien, Polen, Österreich und Deutschland das Projekt “Conflict Resolution in Intercultural and Cross Border Disputes” - das Ziel: Ein Konzept entwickeln, wie insbesondere KMU grenzüberschreitende Konflikte effizient und zielführend grenzüberschreitende Konflikte lösen können. “Dazu werden wir ein Konzept zur Online-Mediation entwickeln, denn das ist ein gutes Werkzeug für kleine und mittlere Unternemen, für die es zuviel Zeit und Kosten bedeutet sich von Gesicht zu Gesicht zu treffen”, erläutert Irka Fürle. Im Rahmen dieses Projektes soll neben dem Konzept und dem Trainingsprogramm zur Online-Mediation auch ein Mediatoren-Netzwerk aufgebaut werden.

 

Irka Fürle: Mediationserfahrene Globetrotterin

Bei diesem Projekt kommt der culture.communication GbR der Background von Irka Fürle zugute. Bereits während ihres Studiums war der angehenden Juristin rasch klar, dass ihr späterer Beruf einmal einen internationalen Bezug haben müsste. Rund um den Erdball war sie schon unterwegs 332 Orte in 28 Ländern hat sie bereits besucht; diese Leidenschaft sollte auch im Beruf ausgelebt werden dürfen. So engagierte sich die damalige Studentin bei der Iniative El§a und belegte parallel zum eigentlich Studium den Studiengang “Interkulturelle Wirtschaftskommunikation”. Nach einem Praktikum in der Rechts- und Konsularabteilung der Deutschen Botschaft in Rom sah es so aus, als sei der Weg für eine Laufbahn im höheren Auswärtigen Dienst geebnet. Und doch kam alles anders: Während ihres Referendariats absolvierte die engagierte Juristin eine Mediationsausbildung und erhielt die Möglichkeit, am renommierten National Conflict Resolution Center in San Diego (USA) ihr Referendariat abzuschließen. “In der Zeit in San Diego habe ich so einige Aha-Erlebnisse gehabt, die mich sehr für das Thema interkulturelle Mediation sensibilisiert haben”, erzählt Fürle, “Einmal beispielsweise ging es darum, einen Konflikt zwischen einem Arbeitgeber und einem Arbeitgeber zu klären. Der Arbeitgeber sprach immer wieder vom “interesting lifestyle” seines Mitarbeiters. Ich fand daran nichts besonders, bis mich jemand aufklärte, dass ein “interesting lifestyle” nicht wörtlich übersetzt zu verstehen sind, sondern dass damit gemeint ist, der Arbeitnehmer sei homosexuell.”  Mit derartigen Erfahrungen im Gepäck verhandelt es sich gleich kultursensibler. Oder die Mediation wird gleich anders angegangen: “Für unsere Mediationen ist es wichtig, dass wir immer auf jeder Seite einen Co-Mediator dabei haben, der native speaker ist und deshalb in der Sprache des Verhandlungspartners vermitteln kann.” betont Fürle. Übrigens sind die Kontakte zum National Conflict Resolution Center in San Diego (USA) nach wie vor gut; das Institut wird im Rahmen des Programms beratend zur Seite stehen.

 

Sylwia Chalupka-Dunse: Interkulturelle Trainerin und Businesscoach

Auch Sylwia Chalupka-Dunse bringt ihren vielseitigen Erfahrungsschatz mit in die  culture.communication GbR mit ein, die sich hervorragend mit den Qualifikationen Irka Fürles ergänzen. Die Sozialwissenschaftlerin unter zertifizierte interkulturelle Trainerin ist bereits in einigen Unternehmen tätig gewesen und bereitet sie mit ihrem Erfahrungsschatz auf Auslandseinsätze vor. Dieses Tätigkeitsspektrum wird sich in Kürze erweitern, denn Chalupka-Dunse befindet sich gerade in einer Weiterbildung zum Business für Fach- und Führungskräfte. Zukünftig will sie ausländischen und hier in Deutschland lebenden Führungskräfte mit Zuwanderungsgeschichte oder solchen, die multikulturelle Teams führen, bei ihrer Führungstätigkeit unterstützen und stärken. Die gebürtige Polin Chalupka-Dunse ist auch für die Konzeption und Weiterentwicklung des Mentoringprogramms zuständig. “Mit dem Mentoringprogramm schaffen wir erstmals eine Plattform für Unternehmerinnen mit Zuwanderungsgeschichte und deutsche Unternehmerinnen und bringen sie in einen Dialog. Durch die neu vermittelten Kontakte und das gegenseitige Einführen in Netzwerke können Barrieren und Hemmschwellen abgebaut werden, die Unternehmerinnenpersönlichkeit wird weiterentwickelt und gestärkt”, erläutert Chalukpa-Dunse, die seit Januar 2009 im Vorstand des Verbandes der deutschen Unternehmerinnen (VdU) zuständig für den Themenbereich “Interkulturelle Kompetenz” ist.

 

Vor kurzem haben die beiden symphatischen Unternehmerinnen neue Räumlichkeiten bezogen und haben jetzt ausreichende Möglichkeiten, selbst eigene Seminare zu veranstalten. Der Umzug war sicherlich ein weiterer Meilenstein auf dem dahin, das nicht mehr ferne Ziel zu erreichen: eines der interkulturellen Kompetenzzentren Deutschlands zu werden.

 

 

Weitere Informationen zur culture.communication GbR erhalten Sie hier:

www.culturecommunication.de

 

ars:scribendi (www.ars-scribendi.com) hat die culture.communication GbR im Rahmen des Projektes “Mit kulturellerer Vielfalt zum Erfolg” konzeptionell, redaktionell und mit Public Relations-Aktivitäten unterstützt. Seit kurzem berichtet die Sendung “Guten Abend-RTL” in einer Serie über Unternehmerinnen mit Zuwanderungsgeschichte. Die ausgewählten Unternehmerinnen sind bereits in der Broschüre zum Projekt “Mit kultureller Vielfalt zum Erfolg” porträtiert. Siehe hierzu auch der Beitrag im Kulissenblog: http://www.kulissenblog.de/mit-kultureller-vielfalt-zum-erfolg-tragt-fruchte

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